Ökosystem

Ein Team aus drei Falknern sorgt mit seinen Falken an den Start- und Landebahnen dafür, dass sich dort keine für den Flugverkehr gefährlichen Vögel aufhalten.

Es ist unverzichtbar, die Sicherheit des aeronautischen Betriebs bezüglich des Vorkommens von Vögeln zu garantieren, da diese Schäden an den Flugzeugen anrichten könnten, falls sie von den Turbinen aufgesaugt würden.

Die vom Flughafen Palma de Mallorca gewählte Lösung zur Kontrolle der Vogelfauna auf dem gesamten Gelände ist eine Falknerei. Diese Methode hat sich bisher als die wirksamste und am umweltfreundichsten herausgestellt. Seit Anfang des Jahres 2001 verfügt der Flughafen über ein Team mit drei Falkenhorsten, das vom Sonnenaufgang bis zum -untergang die Start- und Landebahnen mit ihren Falken begeht, wodurch das Vorkommen jeder Art von Vögeln, die der Luftfahrt gefährlich werden könnten, verhindert wird.

Feuchtgebiet

Vor zwanzig Jahren hat die Stilllegung der Bauarbeiten in einem Flughafenbereich zur spontanen Bildung eines Feuchtgebiets in der Nähe des Startbahnkopfes 24L geführt.

Die Flugfeldvergrößerung an der südlichen Start- und Landebahn sowie die Aufrechterhaltung sicherer Bedingungen für den Luftverkehr warfen die Notwendigkeit auf, Maßnahmen bezüglich dieses Feuchtgebiets zu ergreifen, jedoch so, dass die Auswirkungen auf das Ökosystem so gering wie möglich sein würden.

Deshalb wurde 1997 mit der entsprechenden technischen Beratung eine Studie eingeleitet, die es erlaubte die Eigenschaften einer neuen Lagune als Alternative und zur Erhaltung des Ökosystems zu auszuarbeiten.

Anschließend wurden die Ausschachtungsarbeiten bis zur Erreichung des Grundwasserspiegels durchgeführt, womit ein dauerhaft überschwemmter Bereich, der das Zentrum des alternativen Feuchtgebiets bildet, geschaffen wurde. Man hat außerdem Wasser aus dem ursprünglichen Feuchtgebiet in das Neue eingespritzt, um identische Bedingungen herzustellen Es wurden auch erfolgreich mehrere große Tamarisken umgepflanzt und das Gebiet wurde mit verschiedenen Arten wiederbevölkert.

Ebenfalls wurde ein Pflanzenkorredor geschaffen, der den im Feuchtgebiet angesiedelten Vögeln Nahrung und Schutz bietet. Falls es in diesem Gebiet einmal zu Menschen- oder Fahrzeugbewegungen kommen sollte, sehen sie sich nicht gezwungen wegzufliegen, was ein mögliches Risiko für die Flugsicherheit darstellen würde.

Nach dieser anfänglichen Erfahrung wurde die Abschlussphase des Projekt in Angriff genommen, die von der Abteilung für Artenvielfalt des regiionalen Umweltministeriums (Conselleria de Medi Ambient) genehmigt worden ist. Zur Zeit verfügen wir über ein neues Feuchtgebiet, das den verschiedenen Vogelarten das Nisten ermöglicht.