Geschichte

Am 19. Februar 1921 erhielt Gumersindo Acosta Hernández vom Verkehrsministerium die Genehmigung zur Einrichtung eines Luftverkehrsdienstes für die Gesellschaft Marítimo Canaria im Küstenbereich des Strands von Tazacorte. Dies ist die erste Erwähnung eines Flugdienstes auf La Palma. In den 1950er Jahren führten die neuen Wirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitsbedürfnisse zu Gedanken an einen Flughafenneubau.

Die besondere Oberflächenbeschaffenheit der Insel mit Bergen von über 2300 m Höhe erschwert die Verfügbarkeit von flachen Gebieten in Nähe der wichtigsten Ortschaften. Für den Flughafen wurde eine kleine, rund 8 km von der Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma entfernte Hochebene in 350 m Höhe über dem Meeresspiegel ausgewählt. Diese Ebene erlaubte es, einen 1000 m langen und 100 m breiten Geländestreifen herzurichten. Dieser Flughafen, der Buenavista genannt wurde, wurde 1953/54 erbaut und am 22. September 1955 für Inland-Zivilluftverkehr, internationale Fremdenverkehrsflüge und technisch bedingte Zwischenlandungen internationaler Flüge freigegeben.

Die Flüge wurden mit Militärflugzeugen vom Typ Junkers 52 und ein paar Flugzeugen vom Typ DC-3 der Fluggesellschaft Iberia durchgeführt, welche jeden zweiten Tag Flüge nach Santa Cruz de Tenerife anbot. Der häufige Regen auf dem neuen Flughafen machte die Start- und Landebahn unbrauchbar und zwang das Luftfahrtministerium zum Bau einer asphaltierten Piste. Im Sommer 1956 wurde der Flughafen bis Anfang 1958 gesperrt, um diese Befestigungsmaßnahmen durchzuführen. 1958 verfügte der Flugplatz dann über eine befestigte Piste mit der Bezeichnung 03-21, ein Vorfeld für ein einziges Flugzeug und eine Holzbaracke mit Wellblechdach zur Abfertigung der Passagiere.

Neuer Ort

Während der folgenden Jahre zwangen Regenfälle und kreuzende Winde dazu, über 15 % der vorgesehenen Flüge zu canceln. Weder die Verbesserung der Drainage noch der Bau einer Rollbahn konnten das Problem beheben, denn die Nähe der Berge verursachte Winde aus wechselnden Richtungen und Nebelbänke. Diese Umstände und die fehlende Möglichkeit, die Bedingungen am Flughafen Buenavista zu verbessern, brachten die Luftfahrtbehörden schließlich dazu, einen neuen Ort zu suchen.

Ausgewählt wurde ein parallel zum Meer verlaufendes Gelände, das sich in der Gemeinde Mazo fast auf Höhe des Meeresspiegels befindet. Nach Abschluss der Planungen wurden die Bauarbeiten aufgenommen und schließlich am 15. April 1970 die 01-19 bezeichnete Start- und Landebahn für den Verkehr freigegeben. Die Inbetriebnahme dieses Küstenstreifens und das ansteigende Verkehrsaufkommen ließen es ratsam erscheinen, einen Damm aufzuschütten, um so künstlich Festland zu gewinnen, das groß genug war, die Piste an ihrem bisherigen Ende zu verlängern. Die neue Start- und Landebahn wurde am 1. April 1980 für den Verkehr freigegeben.