Geschichte

Am 26. Oktober 1912 wird am Victoria-Strand in Cádiz das erste Fliegerfest gefeiert; das nächste Mal wird es im November 1913 abgehalten, dabei werden Cádiz und Jerez de la Frontera überflogen. In den 20er Jahren sollte die Anzahl der Wasserflugzeuge die der Landflugzeuge übersteigen. Im März 1929 werden der Seehafen und die Bucht von Cádiz für den offiziellen und privaten Flugverkehr mit Wasserflugzeugen geöffnet.

Durch den Beginn des Spanischen Bürgerkriegs 1936 werden zahlreiche Truppen von Nordafrika auf die Iberische Halbinsel stationiert. Zu diesem Zweck wird in Zarandilla, 2 km südöstlich von Jerez, ein provisorischer Flugplatz eingerichtet, der am 29. Juli 1936 erstmals genutzt wird. Während des Kriegs sammelt eine Gruppe von Kellereibesitzern Geld für den Kauf eines Flugzeugs, verwendet wird es jedoch letztendlich für den Bau eines Flugplatzes.

Am 8. Mai 1937 beginnen die Planierungsarbeiten auf einem acht Kilometer nordwestlich von Jerez gelegenen Gebiet. Die Bauarbeiten werden im November abgeschlossen. Auf dem neuen Flugplatz wird eine Umschulungseinrichtung für die Ausbildung von Piloten, die von Elementarschulen kommen, eingerichtet. 1938 werden diese Anlagen auf den Namen Aeródromo Haya (Haya-Flugplatz) getauft. 1946 wird der Flugplatz für den gesamten zivilen Inlandsflugverkehr sowie für internationale Flüge des Fremdenverkehrs und technische Zwischenlandungen kommerzieller Flüge geöffnet.

1951 wird der Flugplatz Jerez, der bis dahin über die beiden Sand-Startbahnen 04-22 und 13-31 verfügte, zum Sitz der Schule Escuela de Polimotores. Aus diesem Grund wird im Oktober 1952 mit dem Bau der befestigten Startbahn 03-21 begonnen. Im Laufe der beiden Folgejahre werden die Einrichtungen der Flugbasis ausgebaut: die Start- und Landebahn wird erweitert, es werden Rollbahnen und ein Vorfeld gebaut sowie Navigationshilfen, Funkeinrichtungen usw. installiert.

Internationaler Verkehr

Im August 1968 wird die Flugbasis Jerez für den internationalen Passagierflugverkehr zugelassen, woraufhin noch im gleichen Jahr mit dem Bau eines Passagierterminals begonnen wird. 1969 werden die Begrenzungen für die Flughafenanlagen veröffentlicht; ein Jahr später werden die Verlängerungsarbeiten der Start- und Landebahn aufgenommen.

Am 8. September 1975 weiht die Fluggesellschaft Aviaco die Linienflugstrecke Madrid - Jerez/Cádiz - Madrid ein. Seither konsolidiert sich der Verkehr zunehmend, sodass Aena Ende 1991 mit der Renovierung des Flughafens beginnt, um dessen Infrastruktur an die neuen Bedürfnisse des Flugverkehrs anzupassen. Die Baumaßnahmen sehen die Entstehung eines Vorfelds mit einer Kapazität für sechs Flugzeuge, das durch eine Rollbahn direkt mit der Startbahn verbunden wird, ein neues Elektrizitätswerk, eine Kläranlage, ein Brandschutzgebäude sowie ein neues zweistöckiges Passagierterminal, vor. Außerdem wird eine neue Zufahrtsstraße und ein Pkw- und Busparkplatz eingerichtet. Am 7. Mai 1992 findet die Einweihung des Terminals und seiner Anlagen statt.

Am 30. Juni 1993 wird der Militärflughafen Jerez offiziell aufgelöst und dessen Personal auf den Militärflughafen Morón (Provinz Sevilla) verlegt; seither verwaltet Aena die Einrichtungen.

Wenn Sie gerne mehr Informationen erhalten möchten, können Sie das Werk von Luis Utrilla, Historia del Aeropuerto de Jerez de la Frontera erwerben.